E 2030
Hänsel und Gretel
Tausendschönchen

Produktionsdaten:


Erscheinungsjahr

1972
1. Katalognummer E 2030
2. Katalognummer 115 052.9
Spielzeit 20'00" / 19'26"
Label Erstausgabe Kinderserie (weiß/rot), Muck
Tonträgerformat LP / MC
Cover

Künstler unbekannt


Seitenaufteilung:
1
Hänsel und Gretel
2
Tausenschönchen




Personalia:

Unter den Räubern, welche den Kaufmann zu Beginn des Märchens »Tausendschönchen« überfallen, ist Andreas Beurmann herauszuhören.





Musik I:
Hänsel und Gretel

Das Märchen wurde ausschließlich mit volkstümlichen Melodien unterlegt, die auf der LP


»Kinderlieder«



E 202

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


zu finden sind. Das Kinderlied »Hänsel und Gretel« wurde dabei in einzelnen Auszügen entsprechend der jeweiligen Handlung eingesetzt.




Erzähler: »Hänsel und Gretel«

»Hänsel und Gretel«, Einleitung des Liedes



Hänsel: »Der liebe Gott wird uns schon nicht verlassen.«

»Nun will der Lenz uns grüßen«
(dort: Vokalversion)



Hänsel: »Ich glaube, die Waldvögel haben alles aufgepickt.«

»Hänsel und Gretel« (1. Strophe)



Gretel: »Ein Zuckerbäckerhäuschen mitten im Walde.«

»Hänsel und Gretel« (2. Strophe)



Erzähler: »Da hatten alle Sorgen ein Ende, und sie lebten in lauter Freude zusammen.«

»Hänsel und Gretel« (3. Strophe)


Tausendschönchen

Für dieses Märchen wurde neben wohl hausgemachter Hörspieluntermalung auf Musik zurückgegriffen, die auf den LPs


»Ri-ra-rutsch«



E 223

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


»Treasure Island«



Happy House Records C-34

The Britannia Players


»Rag Doll's Adventures in Animal Land«



Happy House Records C-23

»Hansel and Gretel«



Happy House Records C-24

The Children's Theatre Players and Orchestra


»Favorite Bedtime Stories«



Happy House Records C-27

zu finden ist:




Erzähler: »Tausendschönchen«

»Ri-ra-rutsch«, »Als unser Mops ein Möpschen
war« (dort: Vokalversion)



der Kaufmann: »Hilfe!«

»Treasure Island«, Zwischenmusik



der Kaufmann: »Drei Tage nur noch mit Rose und Lilie und meinem Tausendschön.«

[scheinbar nicht verwendete Orchestermusik
der Hörspielreihe von »Happy House Records«]



der Kaufmann: »Kommt Zeit, kommt Rat.«

[scheinbar nicht verwendete Orchestermusik
der Hörspielreihe von »Happy House Records«]



Tausendschönchen: »Oh nein, Ungeheuer.«

[scheinbar nicht verwendete Orchestermusik
der Hörspielreihe von »Happy House Records«]



der Prinz: »Gute Nacht, Tausendschönchen.«

[scheinbar nicht verwendete Orchestermusik
der Hörspielreihe von »Happy House Records«]



Erzähler: »Zehn Nächte war Tausendschönchen nun wieder daheim, da hatte sie einen seltsamen Traum.«

»Rag Doll's Adventures in Animal Land«,
Zwischenmusik (Thema aus dem Klavierstück
»La poupée valsante« von Ede Poldini
[1869-1957])



Tausendschönchen: »Mein Traum, sollte er wahr sein?«

»Hansel and Gretel«, Zwischenmusik
(Orchesterversion des »Abendsegens«
aus dem 2. Akt der Oper »Hänsel und Gretel«
von Engelbert Humperdinck [1854-1921])

»Rag Doll's Adventures in Animal Land«,
Zwischenmusik (Thema aus dem Klavierstück
»La poupée valsante« von Ede Poldini
[1869-1957])



der Prinz: »Nimm zum Dank meine Krone.«

»Favorite Bedtime Stories«, »Puss in Boots«,
Zwischenmusik




Musik II:

In den späten 1960'er Jahren fügte Dave L. Miller seinem Vinylimperium ein weiteres Label hinzu: »Happy House Records«, welches in den USA und Großbritannien auf den Markt kam und auch englischsprachige Hörspiele umfaßte. 1972 besann man sich in Deutschland bei Miller International auf diese Wortproduktionen und übernahm fortan viele der dort verwendeten Zwischenmusiken in zahlreiche EUROPA-Hörspiele, teilweise bis über die LP-Ära hinaus.

Die von Bill Holcombe komponierten Stücke greifen nicht selten auf folkloristische oder klassische Elemente zurück. So erklingen in »Rag Doll's Adventures in Animal Land« die Melodie »Poupée valsante« von Ede Poldini (1869-1957), in »Hansel and Gretel« Melodien aus der Oper »Hänsel und Gretel« von Engelbert Humperdinck (1854-1921) und in »Treasure Island« verschiedene Variationen des traditionellen Shantys »Sailing«.

Für die Recherchen und Informationen rund um das Thema »Happy House Records« geht ein achtungsvoller Dank an Jooce.





Veröffentlichung:

Bei »Hänsel und Gretel« handelt es sich um eine Neuauflage der Aufnahme von E 206, die seinerzeit ebenfalls mit dem Titel »Hänsel und Gretel« und zusammen mit »Der gestiefelte Kater« veröffentlicht wurde.

NEU
Für die vorliegende Ausgabe wurden die Szenen im Wald mit Vogelgezwitscher unterlegt.





Autor I - Die Gebrüder Grimm
(»Hänsel und Gretel«):

Die Brüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm haben sich um viele Forschungen in der deutschen Sprache und Literatur verdient gemacht. Eine ihrer ersten Arbeiten stellt dabei die Sammlung »Kinder- und Hausmärchen« dar. Dabei wurden die enthaltenen Geschichten nicht von den Brüdern erfunden, sondern zusammengetragen und bearbeitet. Band I erschien im Jahre 1812, Band II drei Jahre später. Beide Bände wurden 1819 neu herausgegeben, da viele Passagen als zu erotisch empfunden wurden. Auch wurden nun christliche Motive in die Märchen eingearbeitet. 1825 erschienen ausgewählte Geschichten der einzelnen Bände in einem gemeinsamen Buch, welches die Popularität der Gebrüder Grimm begründete. Ständige Überarbeitungen in den nächsten Auflagen folgten, auch wurden Märchen ausgetauscht. Anekdote am Rande: Nur ein kleinerer Teil der Geschichten beginnt mit der scheinbar so typischen Einleitung »Es war einmal ... «.





Autor II - Unbekannt
(»Tausendschönchen«):

Der Urheber der französischen Erzählung »La belle et la bête« (»Die Schöne und das Biest«, »Tausendschön«) ist nicht bekannt. Es gilt als Volksmärchen, welches im Jahr 1740 das erste Mal in Schriftform veröffentlicht wurde. Es handelt sich hierbei um eine sehr ausführliche Version der Geschichte. Populärer als diese Edition wurde die gekürzte Fassung von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont aus dem Jahr 1756. Wie viele Erzählungen wurde das Märchen in anderen Ländern neu erzählt, so daß es zahlreiche Variationen des Stoffes in Europa gibt.



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