E 2041
Der Wolf und die
sieben jungen Geißlein
Das Lumpengesindel
Die Gänsehirtin am Brunnen

Produktionsdaten:


Erscheinungsjahr

1972
1. Katalognummer E 2041
2. Katalognummer 115 054.5
Spielzeit 21'14" / 20'43"
Label Erstausgabe Kinderserie (weiß/rot), Muck
Tonträgerformat LP / MC
Cover

Künstler unbekannt


Seitenaufteilung:
1
Der Wolf und die sieben jungen Geißlein 13'07"
Das Lumpengesindel 8'04"
2
Die Gänsehirtin am Brunnen 20'43"




Personalia I:

Dagmar Kottkamp wirkte auch unter dem Namen Dagmar Dorsten in EUROPA-Hörspielen mit.





Personalia II:

Nur einige der Geißlein in »Der Wolf und die sieben jungen Geißlein« werden tatsächlich, wie auf dem Cover angegeben, von Kindern gesprochen. Beim genauen Hinhören finden sich darunter zumindest die Stimmen von Konrad Halver und Susanne Sierig.





Personalia III:

Eine Stimme aus dem Volk in dem Märchen »Die Gänsehirtin am Brunnen« gehört Andreas Beurmann.





Musik:
Der Wolf und die sieben jungen Geißlein

Das Märchen wurde mit volkstümlicher Musik unterlegt, die auf der LP


»Klänge der Heimat - Egerland und Erzgebirg'«



E 155

Der Heimatchor der Eghalanda Gmoi z'Hamburg
Große Bauernkapelle
Dirigent: Ernst Löschner


zu finden ist:




Beginn des Märchens

»Schneeberger Quadrille«
(dort: Originalgeeschwindigkeit)



Erzähler: »Und sie nahmen sich alle an den Vorderbeinen und tanzten voller Freude um den Brunnen herum.«

»Schneeberger Quadrille«
(dort: Originalgeeschwindigkeit)


Das Lumpengesindel

Für das Märchen wurde volkstümliche Musik verwendet, die auf den LPs


»Klänge der Heimat - Egerland und Erzgebirg'«



E 155

Der Heimatchor der Eghalanda Gmoi z'Hamburg
Große Bauernkapelle
Dirigent: Ernst Löschner


»Teure Heimat - Lieder aus dem deutschen Volksgut«



E 142

diverse Solisten und Chöre


zu finden ist:




Beginn des Märchens

»Klänge der Heimat - Egerland und Erzgebirg'«,
»Feierob'nd im Erzgebirg«
(dort: Originalgeschwindigkeit)



Erzähler: »So zog die Ente den Wagen, so schnell es eben eine Ente kann.«

»Klänge der Heimat - Egerland und Erzgebirg'«,
»Annaberger Polka«
(dort: Originalgeschwindigkeit)



Erzähler: »So fuhren sie gemeinsam weiter.«

»Klänge der Heimat - Egerland und Erzgebirg'«,
»Annaberger Polka«
(dort: Originalgeschwindigkeit)



Erzähler: »Da waren sie alle zufrieden, aßen und tranken und legten sich dann zur Ruhe.«

»Teure Heimat - Lieder aus dem deutschen
Volksgut«, »Der Abend ist scheen«



Erzähler: »Da lief der Wirt und suchte sie, aber er fand nichts als die leeren Eierschalen, die auf dem Herd lagen.«

»Klänge der Heimat - Egerland und Erzgebirg'«,
»Annaberger Polka«
(dort: Originalgeschwindigkeit)


Die Gänsehirtin am Brunnen

Für das Märchen wurde neben Hörspielmusik von Chris J. Evans (Christopher Evans-Ironside) und wohl hausgemachter Hörspieluntermalung (zum Teil Synthesizerakkorde von Dr. Beurmann, zum Teil Musik noch ungeklärter Herkunft) volkstümliche Musik verwendet, die auf den LPs


»Ri-ra-rutsch«



E 223

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


»Ringel, Ringel, Ringelreih'«



E 263

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


zu finden ist:




Erzähler: »Die Gänsehirtin am Brunnen«

»Ri-ra-rutsch«, »Wulle, wulle, Gänschen«
(dort: Vokalversion)



die Königin: »Vielleicht hat sie eine Botschaft für uns, die uns wieder zu Freude und Glück verhelfen kann.«

»Ringel, Ringel, Ringelreih'«, »Was macht meine
kleine Geige«




Veröffentlichung I:

Bei »Der Wolf und die sieben jungen Geißlein« handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 1967. Das Märchen erschien seinerzeit auf E 214 (»Schneewittchen«). Das Hörspiel blieb in Text, Musik und Geräuschen unverändert.





Veröffentlichung II:

Auch bei »Das Lumpengesindel« handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 1967. Das Märchen stammt von der LP »Rapunzel«, E 213 (weiteres Märchen dort: »Frau Holle«). Außer unwesentlichen Kürzungen beim Geschnatter der Ente wurden die Dialoge für die vorliegende Fassung an vier Stellen gekürzt. Der dadurch entstandene Spielzeitunterschied beträgt ca. 1 Minute.


NEU
das Hähnchen: »Das sind die besten Räder, denn sie haben Speichen und sind nicht empfindlich.«

das Hühnchen: »Und was soll das Zaumzeug sein?«

das Hähnchen: »Nimm Spinnfäden, die kosten nichts. Und als Sitzbank: einen Strohhalm.«

das Hühnchen: »Ich beeile mich, Hähnchen!«

Erzähler: »Im Nu war der Wagen fertig.«


NEU
das Hähnchen: »Nun gut, ihr müden Nadeln, steigt ein, denn wie ich sehe seid ihr magere Leute und braucht nicht viel Platz.«

das Hühnchen: »Aber ihr müßt versprechen, uns nicht auf die Füße zu treten. Wir sind nämlich sehr empfindlich.«

die Stecknadel: »Gewiß, gewiß, liebes Hühnchen.«

Erzähler: »So fuhren sie gemeinsam weiter.«


NEU
das Hühnchen: »Ich habe unterwegs ein Ei gelegt, ein schönes, großes, rundes Ei. Das sollt ihr haben.«

die Ente: »Und ich, quak, quak, quak, werde euch noch eins dazu legen, quak. Hatte bisher nur keine Zeit dazu, quak, quak, quak. Mußte nämlich ziehen, quak, quak, quak.«

der Wirt: »Nun, so kommt meinetwegen herein.«


NEU
der Wirt: »Ich will euch auch eine ordentliche Mahlzeit vorsetzen.«

die Ente: »Oh ja, quak, quak, oh ja. Ich will einen Napf Milchkleie, so groß wie der Dorfteich, quak, quak.«

die Nähnadel & die Stecknadel: »Und wir einen Krug Bier, wie ihn der Schneidermeister trinkt.«

das Hähnchen: »Und ich ein Salatherz mit Schnecken.«

der Wirt: »Ja, ja, liebe Gäste, ihr sollt zufrieden sein.«





Anmerkung:

Das Attribut »jungen« fehlt auf dem Frontcover. Rückwärtiges Cover, Label der LP und Erzähler präsentieren jedoch den vollständigen Titel des Märchens »Der Wolf und die sieben jungen Geißlein«.





Autor:

Die Brüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm haben sich um viele Forschungen in der deutschen Sprache und Literatur verdient gemacht. Eine ihrer ersten Arbeiten stellt dabei die Sammlung »Kinder- und Hausmärchen« dar. Dabei wurden die enthaltenen Geschichten nicht von den Brüdern erfunden, sondern zusammengetragen und bearbeitet. Band I erschien im Jahre 1812, Band II drei Jahre später. Beide Bände wurden 1819 neu herausgegeben, da viele Passagen als zu erotisch empfunden wurden. Auch wurden nun christliche Motive in die Märchen eingearbeitet. 1825 erschienen ausgewählte Geschichten der einzelnen Bände in einem gemeinsamen Buch, welches die Popularität der Gebrüder Grimm begründete. Ständige Überarbeitungen in den nächsten Auflagen folgten, auch wurden Märchen ausgetauscht. Anekdote am Rande: Nur ein kleinerer Teil der Geschichten beginnt mit der scheinbar so typischen Einleitung »Es war einmal ... «.



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