E 2044
Tischlein deck' dich
Jackie und die Wunderbohne

Produktionsdaten:


Erscheinungsjahr

1972
1. Katalognummer E 2044
2. Katalognummer 115 057.0
Spielzeit 20'39" / 19'51"
Label Erstausgabe Kinderserie (weiß/rot), Muck
Tonträgerformat LP / MC
Cover

Künstler unbekannt


Seitenaufteilung:
1
Tischlein deck' dich
2
Jackie und die Wunderbohne




Personalia I:

Dagmar Kottkamp wirkte auch unter dem Namen Dagmar Dorsten in EUROPA-Hörspielen mit.





Personalia II:

Im Märchen »Tischlein deck' dich« wird einer der Gäste im Wirtshaus von Konrad Halver gesprochen.





Musik I:
Tischlein deck' dich

In diesem Märchen wurde volkstümliche Musik verwendet, die auf den LPs


»Ri-ra-rutsch«



E 223

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


»Kinderlieder«



E 202

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


zu finden ist:




Erzähler: »Tischlein deck' dich«

»Ri-ra-rutsch«, »Vöglein im hohen Baum«
(dort: Vokalversion)



1. Sohn: »Ja, ich will sie an die Mauer des Pfarrgartens führen, da stehen die schönsten Kräuter.«

»Ri-ra-rutsch«, »Jetzt danzt Hannemann«
(dort: Vokalversion)



Erzähler: »Da sprang der Junge davon.«

»Ri-ra-rutsch«, »Jetzt danzt Hannemann«
(dort: Vokalversion)



Erzähler: »Da geriet der Schneider in großen Zorn und jagte den Jungen aus dem Haus.«

»Ri-ra-rutsch«, »Jetzt danzt Hannemann«
(dort: Vokalversion)



der Schneider: »Scher dich fort, und laß dich nie wieder blicken!«

»Ri-ra-rutsch«, »Jetzt danzt Hannemann«
(dort: Vokalversion)



Erzähler: »Nun saß der Schneider allein da, und niemand konnte ihm sagen, wo seine Söhne hingeraten waren.«

»Kinderlieder«, »Ich geh' mit meiner Laterne«



1. Sohn: »Oh, ich dank Euch, Meister. Lebt wohl!«

»Ri-ra-rutsch«, »Ri-ra-rutsch« (dort: Vokalversion)



Erzähler: »Da führte der Wirt seinen hinterhältigen Plan aus.«

»Ri-ra-rutsch«, »Ri-ra-rutsch« (dort: Vokalversion)



der Schneider: »Mein Sohn, wie freue ich mich, daß du wieder da bist.«

»Ri-ra-rutsch«, »Eine kleine Geige möcht' ich
haben« (dort: Vokalversion)



Erzähler: »Und ihr werdet verstehen: der arme Schneidergeselle schämte sich sehr.«

»Kinderlieder«, »Nun will der Lenz uns grüßen«
(dort: Vokalversion)



2. Sohn: »Das ist ja ganz wunderbar. Ich dank' Euch, Herr!«

»Ri-ra-rutsch«, »Ri-ra-rutsch« (dort: Vokalversion)



Erzähler: »So ging der Müllerbursch am nächsten Tag mit dem falschen Esel weiter.«

»Ri-ra-rutsch«, »Eine kleine Geige möcht' ich
haben« (dort: Vokalversion)



2. Sohn: »Lade nur alle Verwandten ein.«

»Ri-ra-rutsch«, »Als unser Mops ein Möpschen
war« (dort: Vokalversion)



Erzähler: »Als nun aber alle Gäste neugierig versammelt waren, da regte sich der Esel nicht.«

[scheinbar nicht verwendete Orchestermusik
für die Kinderlieder mit dem Knabenchor des
NDR oder dem Kinderchor Vera Schink]



3. Sohn: »Vielleicht wird er mir auf dem Weg noch nützlich sein.«

»Ri-ra-rutsch«, »Jetzt danzt Hannemann«
(dort: Vokalversion)



der Schneider: »Nun, mein Sohn, was bist du geworden?«

»Ri-ra-rutsch«, »Eine kleine Geige möcht' ich
haben« (dort: Vokalversion)



Erzähler: »Der Schneider aber verschloß Nadel, Faden und Elle in einem Schrank und lebte mit seinen Söhnen in Freuden.«

»Kinderlieder«, »Widele, wedele«


Jackie und die Wunderbohne

In diesem Märchen wurde neben Hörspielmusik von Chris J. Evans (Christopher Evans-Ironside) und wohl hausgemachter Hörspieluntermalung (Synthesizerklänge von Dr. Beurmann) Musik verwendet, die auf den LPs


»Snow White and the Seven Dwarfs«



Happy House Records C-29

The Children's Theatre Players and Orchestra


»Geräusche in Stereo (3)«



E 1047

zu finden ist:




Erzähler: »Jackie und die Wunderbohne«

»Snow White and the Seven Dwarfs«,
Zwischenmusik



Jackie: »Da will ich mich gleich auf den Weg machen.«

»Snow White and the Seven Dwarfs«,
Zwischenmusik



Erzähler: »Jackie lief wieder wie aufgezogen auf der breiten Straße hin zum riesigen alten Haus.«

»Geräusche in Stereo (3)«, »Deutsche Spieluhr«



Jackie: »Spiel!«

»Geräusche in Stereo (3)«, »Deutsche Spieluhr«




Musik II:

In den späten 1960'er Jahren fügte Dave L. Miller seinem Vinylimperium ein weiteres Label hinzu: »Happy House Records«, welches in den USA und Großbritannien auf den Markt kam und auch englischsprachige Hörspiele umfaßte. 1972 besann man sich in Deutschland bei Miller International auf diese Wortproduktionen und übernahm fortan viele der dort verwendeten Zwischenmusiken in zahlreiche EUROPA-Hörspiele, teilweise bis über die LP-Ära hinaus.

Für die Recherchen und Informationen rund um das Thema »Happy House Records« geht ein achtungsvoller Dank an Jooce.





Veröffentlichung:

»Tischlein deck' dich« stellt eine Wiederveröffentlichung der Aufnahme von 1967 dar, die ursprünglich gemeinsam mit »Der Froschkönig« als E 217 erschien. Abgesehen von Schnitten im Gemecker der Ziege wurden folgende Änderungen am Original für die vorliegende Fassung vorgenommen (Spielzeitdifferenz: 1'08"):


NEU
Nach dem Erzählertext »Tischlein deck' dich« wurde die Musik gekürzt.


NEU
Nach dem Text des 1. Sohnes »Ja, ich will sie an die Mauer des Pfarrgartens führen, da stehen die schönsten Kräuter.« wurde die Musik gekürzt.


NEU
Nach dem Erzählertext »Da sprang der Junge davon.« wurde die Musik gekürzt.


NEU
3. Sohn: »Liebe Ziege! Sieh nur: die Sonne ist untergegangen, es wird kühl. Es ist Zeit, in den warmen Stall heimzugehen. Aber sag, bist du auch wirklich satt?«


NEU
Nach dem Text des Schneiders »Scher dich fort, und laß dich nie wieder blicken!« wurde die Musik gekürzt. Hier war der ursprüngliche Seitenwechsel der LP E 217.


NEU
2. Sohn: »Das ist ja ganz wunderbar. Ich dank' euch, Herr. Nun brauch ich nicht mehr zu sorgen, ob mein Beutel voll oder leer. Er ist ja heut' so wie morgen mein Lebtag immer schwer. Nun will ich zurück zu meinem Vater. Er wird mich gewiß mit Freuden aufnehmen.«





Anmerkung:

Der volle Name des Titelmärchens »Tischlein deck' dich, Goldesel streck' dich, Knüppel aus dem Sack« findet sich nur auf der Coverrückseite, nicht aber auf dem Frontcover und dem Label der LP.





Autor I - Die Gebrüder Grimm
(»Tischlein deck' dich«):

Die Brüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm haben sich um viele Forschungen in der deutschen Sprache und Literatur verdient gemacht. Eine ihrer ersten Arbeiten stellt dabei die Sammlung »Kinder- und Hausmärchen« dar. Dabei wurden die enthaltenen Geschichten nicht von den Brüdern erfunden, sondern zusammengetragen und bearbeitet. Band I erschien im Jahre 1812, Band II drei Jahre später. Beide Bände wurden 1819 neu herausgegeben, da viele Passagen als zu erotisch empfunden wurden. Auch wurden nun christliche Motive in die Märchen eingearbeitet. 1825 erschienen ausgewählte Geschichten der einzelnen Bände in einem gemeinsamen Buch, welches die Popularität der Gebrüder Grimm begründete. Ständige Überarbeitungen in den nächsten Auflagen folgten, auch wurden Märchen ausgetauscht. Anekdote am Rande: Nur ein kleinerer Teil der Geschichten beginnt mit der scheinbar so typischen Einleitung »Es war einmal ... «.





Autor II - Unbekannt
(»Jackie und die Wunderbohne«):

Die Geschichte »Jack and the beanstalk« (»Hans und die Bohnenranke«) stammt aus England, ein Autor ist nicht bekannt. In Schriftform wurde das Märchen erstmals 1807 veröffentlicht. Verbreitung fand die Geschichte jedoch erst durch die Sammlung »Englische Märchen« von Joseph Jacobs (1854-1916), in welcher beispielsweise auch die Erzählung »Die drei kleinen Schweinchen« (»Three little pigs«) enthalten ist.



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