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111 103.5


111 130.2


115 112.6


115 113.4


115 118.5


115 121.5


Als die Idee zu dieser kleinen Homepage entstand, war klar, daß ich vor einer "Gewissensfrage" stehe: sind Witzplatten wie Hörspiele zu behandeln oder nicht? Wenn ja, dann müßten sie logischerweise gleichberechtigter Teil dieser Seite werden. Wenn nicht, wie ist dann mit ihnen umzugehen?

Nun, jeder der einmal in die Situation geraten ist, sich eine Witzplatte anhören zu müssen, wird mir beipflichten, daß dies kein Vergnügen ist. Anekdoten, die man schon unzählige Male gehört hat und deren Pointen meist auf der miefigen Frivolität der 1950'er und 1960'er Jahren beruhen, reihen sich für zweimal knapp 20 Minuten aneinander. Dabei werden sie von mehr oder weniger talentierten Sprechern vorgetragen und nicht selten von eingespieltem Gelächter begleitet. Nein, das konnte nicht in einer Reihe stehen mit den Monumenten unserer Kindheit, eben jenen Produktionen, die mancher Verfilmung des gleichnamigen Stoffes den Rang streitig machen.

Ganz zu vernachlässigen waren diese geschmacklichen Betriebsunfälle aber im Rahmen einer Homepage über Hörspiele auch nicht, und so habe ich mich mit dieser Kolumne der Verantwortung gestellt, eine moralisch vertretbare Lösung zu finden zwischen offenbaren und verstecken, zwischen vorstellen und warnen. Jeder, der sich solch ein Produkt dieser Gattung zuzulegen gedenkt, sei jedoch darauf hingewiesen, daß jede Verantwortung für die daraus folgenden Schäden von hier aus abgelehnt werden muß!

Ausgespart wurde hier die Serie mit Aufnahmen von Fips Asmussen, welche auf Grund ihres Liveauftritt-Charakters endgültig zu weit von einem Hörspiel entfernt sind. Übrig bleiben jedoch immer noch 19 Witzplatten ... und das ist schlimm genug.




Lachparade
Kongreß des deutschen Humors






Erscheinungsjahr

1967
Katalognummer E 165
Spielzeit 16'42" / 19'07"
Cover

Eva Raupp


Für die erste Witzplatte im Programm versammelte man bei Miller alle scheinbar typischen Witzfiguren aus den deutschsprachigen Landen, auch den ehemaligen. So treten dann Tünnes & Schääl aus dem Rheinland, Hein & Fietje aus Hamburg, Antek & Francek aus Schlesien und so weiter auf. Diese tragen dann, nachdem ihnen durch einen Moderator das Wort erteilt wurde (Ordnung muss sein, wir sind ja nicht zum Spaß hier), in kurzen Dialogen ihre Witze vor. Eingespielte Lacher gibt's kostenlos.

Interessant für den EUROPA-Hörer: die Mitwirkung von Sprechern, die man aus dem Hörspielprogramm kennt. Dabei sind unter anderem Edgar Bessen, Kurt Blachy, Horst Fleck und Herbert A.E. Böhme.




Klein Erna
Haarsträubende Hamburger Histörchen






Erscheinungsjahr

ca. 1967
Katalognummer E 166
Spielzeit 17'32" / 17'43"
Cover

Künstler unbekannt


Mit »Klein Erna« jagte man eine weitere Granate in Sachen Witzplatte in den Handel. Grundlage der meisten Zoten sind "frivole" Berichte eines jungen Mädchens, das zwar mit seiner Unschuld kokettiert, sich aber letztlich sexuell überbordend benimmt. Irritierend dabei: die Sprecherin der Klein Erna dürfte das 50. Lebensjahr auf jeden Fall hinter sich gelassen haben. Kurze Gesangseinlagen besorgt Ernas "Freund" Jan, der Sänger Jan Andersen.

Skrupellos folgte 1970 ein zweiter Teil mit dem Titel »Klein Erna von St. Pauli«.

Wer ergänzend zum akustischen Eindruck auch noch einen optischen vertragen kann, findet auf dieser Autogrammkarte das entsprechende Gegenstück zur LP.




18 20 zwo drei ... passe
Ein zünftger Herrenabend






Erscheinungsjahr

ca. 1967
Katalognummer E 188
Spielzeit 14'26" / 15'05"
Cover

Künstler unbekannt


Um die Vorteile dieser Produktion vorwegzunehmen: zum einen beträgt die Spielzeit insgesamt nicht einmal 30 Minuten, zum anderen wird nur gut die Hälfte der Zeit für Witze aufgewendet. Der Rest besteht aus improvisierten Gesangseinlagen und Skatsprüchen. Die erzählten Geschichten würden jede Feministin ins Koma treiben, aber selbst mit einer gewissen Toleranz den 1960'er Jahren gegenüber hat man am Ende der zweiten Seite Nackenschmerzen vom Kopfschütteln. Der Untertitel »Ein zünftiger Herrenabend« verspricht da nicht zuviel ...

Lustiger als die LP ist hingegen das Cover: der Skatbruder auf der linken Seite trinkt nämlich das Bierglas seines Nachbarn aus, während seines rechts neben ihm steht.

Bekannter Mitspieler in dieser Runde: Heinz Fabian.




Der fröhliche Ostpreuße
Lustige Geschichten und Lieder






Erscheinungsjahr

ca. 1968
Katalognummer E 317
Spielzeit 16'02" / 17'50"
Cover

Künstler unbekannt


Es ist wohl schlichtweg der deutschen Geschichte zuzuschreiben, daß man sich mit dieser Schallplatte um 1968 den Ostpreußen widmete, die nach der Vertreibung aus den östlichen Provinzen des Deutschen Reiches nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat nur schwer vergessen konnten. So präsentiert diese Aufnahme Witze ist ostpreußischer Mundart mit viel Lokalkolorit, vorgetragen von Heinz Wald. Unterstützt wird dies durch volkstümliche Musik- und Gesangseinlagen. Man muß konzedieren, daß hier zumindest ein wenig versucht wird, die Lebensart der Ostpreußen wiederzugeben.

Mit der Produktion »Ostpreußischer Humor - Bernotat vertellt Zatzkes und Dammeleien« erschien eine weitere Aufnahme in diesem Stil.




Selten so gelacht ...
Ein Kabarett mit den Galgenvögeln






Erscheinungsjahr

ca. 1968
Katalognummer E 324
Spielzeit 23'25" / 20'10"
Cover

Schli


Der Untertitel »Ein Kabarett mit den Galgenvögeln« führt leider komplett in die Irre, denn weder wird hier wirkliches Kabarett geboten, noch gibt es die Formation »Die Galgenvögel«. Vor dem Mikrophon bieten Renate Pichler, Jutta Eckert, Joachim Wolff, Günter Lüdke und Oskar Chloupek überwiegend bekannte Witze und Zoten dar, und nur selten wird dieses Niveau nach oben verlassen. Dazu gibt es ein paar halbwegs passable Gesangseinlagen.

Auszüge aus dieser Produktion wurde in den Hörspiel-MCs »Mit Kindern unterwegs (1)« und »Mit Kindern unterwegs (2)« wiederverwertet (siehe Kolumne 24).

Außerdem wurde mit vier Sprechern dieser Aufnahme ein kleiner Beitrag für die LP Betthupferl - Kinderlieder und Geschichten zur guten Ruh (E 262) aufgenommen.




Oberschlesische Schnurren
»Ob mechste glauben oder nich«






Erscheinungsjahr

ca. 1970
Katalognummer E 397
Spielzeit 19'28" / 18'39"
Cover

Künstler unbekannt


Wenn man auf dem Cover bereits liest, daß man für etwa 40 Minuten zwei Gestalten namens Moczigemba und Wodgurka bei ihren Erlebnissen begleiten wird, ist schon klar, wohin die Reise geht. Die beiden schlesischen Witzfiguren sind solch strunzdumme Nervensägen, daß man die beiden LP-Seiten kaum durchzuhalten vermag. Aus Moczigemba und Wodgurka wurden später Antek und Frantek, bei gleichbeibend niedrigem Humorniveau.

Lieferte »Der fröhliche Ostpreuße« noch einen Hauch von lokaler Gemütlichkeit, so raubt der Vortragsstil Kurt Blachys (»Der Ölprinz«, »Das kalte Herz«, »Ben Hur«), der zumeist mit der Stimme eines auf einer Parkbank sitzenden, stark alkoholisierten Obdachlosen erzählt, dem Zuhörer den letzten Nerv.




Ostpreußischer Humor
Bernotat vertellt Zatzkes und Dammeleien






Erscheinungsjahr

ca. 1969
Katalognummer E 398
Spielzeit 16'09" / 19'21"
Cover

Künstler unbekannt


Ostpreußen reloaded wartet mit einer ähnlichen Stimmung auf wie bereits »Der fröhliche Ostpreuße - Lustige Geschichten und Lieder« und stellt unter den hier präsierten Aufnahmen noch eine der verträglicheren dar. Dies liegt sicherlich auch an den vielen und ausgespielten Musikeinlagen. Die Witze allerdings finden sich in allen denkbaren Variationen auch in den anderen Produktionen wieder. Beachtenswert die (hoffentlich wirklich nur) angeklebten Augenbrauen und der (hoffentlich) falsche Schnurrbart des guten Bernotat auf dem Cover.

Auch hier »schabbert« - wie das Cover verrät - wieder Heinz Wald.




Ach Duuu ...
Musikalische Schwärmereien nach Noten






Erscheinungsjahr

1970
Katalognummer E 412
Spielzeit 16'54" / 17'36"
Cover

Künstler unbekannt


Für diese "Lachnummer" ganz eigener Art gibt es erfreulicherweise auf Grund des Labels der Probepressung einen Nachweis für das Erscheinungsdatum.

Was diese Platte jedoch für einen Zweck erfüllen sollte, wird wohl auf ewig das Geheimnis des Vinylgottes bleiben. Zwei am Rande der Debilität wandelnde Homosexuelle (Archibald und Detlev) besuchen ein Cabaret für Schwule und erleben - und mit ihnen der geplagte Zuhörer - unter anderem den Auftritt von »Miss Scarlet« und Ohrwürmer wie »Onanie, Onano«. Zotige Witze und blödsinnigste Vorurteile werden hier massivst bedient.

Einen Klopper für sich stellt auch das rückseitige Cover dar.

Für die Produktion nicht verantwortlich, aber in einem Mini-Auftritt mit dem Zwischenruf »Tausendschönchen!« zu Beginn der zweiten Seite zu hören: Konrad Halver.




Andere Länder andere Witze





Erscheinungsjahr

ca. 1970
Katalognummer E 414
Spielzeit 15'31" / 16'13"
Cover

Künstler unbekannt


Diese LP wartet mit einer bedenklich hohen Anekdotendichte auf. Die Zuordnung der Zoten zu einzelnen Ländern paßt bisweilen, ist aber oft willkürlich. Das, was hier in den USA passiert, würde genauso gut nach Oberschlesien oder zum Skatabend passen. Bemerkenswert ist immerhin, daß man sich traute, neben den üblichen Verdächtigen auch Scherze über Israel zu machen. Auch wenn all diese Geschichten nicht wirklich witzig sind, so muß man sagen, daß die Mitwirkenden zumindest herauszuholen versuchen, was herauszuholen ist.

Immerhin begleiten den Hörer unter anderem Renate Pichler, Jens Kiehn und Joachim Wolff auf der gut 30minütigen Weltreise.




Klein Erna von St. Pauli





Erscheinungsjahr

ca. 1970
Katalognummer E 415
Spielzeit 16'47" / 16'56"
Cover

Künstler unbekannt


Und da ist er dann auch: der zweite Teil der Klein-Erna-Saga. Im Grunde hat sich in den drei Jahren, die zwischen dem Erscheinen der ersten LP und dieser liegen, nicht viel verändert: eine Frau in fortgeschrittenen Jahren erzählt Döntjes aus der Sicht eines jungen Mädchens. Zwischendurch tritt dann auch wieder Jan Andersen auf, der mit seinen maritimen Gesangseinlagen für erholsame Pausen zwischen den Witzen sorgt.

Auch hier sei auf die eher geschmacksfreie Autogrammkarte hingewiesen, die - wenn das Motiv tatsächlich die hier zu hörende Künstlerin zeigt - die rauchige Stimme des angeblichen Schuldmädchens erklärt.

Der Titel der ersten Klein-Erna-LP lautet »Klein Erna - Haarsträubende Hamburger Histörchen«.




Ein Abend mit Rudi Carrell





Erscheinungsjahr

1974
Katalognummer E 1042
Spielzeit 18'49" / 18'28"
Cover

Künstler unbekannt


Erst sehr spät begann man bei Miller International damit, Aufnahmen mit prominenten Stars ins Programm zu nehmen. Eine der ersten Produktionen war ebendiese, welche früher bereits unter dem Miller-Label SONIC (Katalognummer 9018) erschienen war.

Rudi Carrell war seinerzeit ein bekannter Showmaster, und so bietet auch dieser »Abend mit Rudi Carrell« die Stimmung eines Liveauftritts in einer Veranstaltungshalle. Gesangseinlagen und Witze liegen auf dem gleichen Niveau wie die übrigen hier vorgestellten Witzplatten. Man sollte schon Carrell-Fan sein, um sich diese LP zuzulegen und durchzuhören.

Stichwortgeber bei dieser Ein-Mann-Show sind Heinz Eckner (damaliger Dauer-Sketchpartner von Rudi Carrell), EUROPA-Urgestein Renate Pichler sowie Heikedine Körting selbst als "zufällige" Teilnehmerin aus dem Publikum.




Häschen-Witze
»Hat du Möhren?«






Erscheinungsjahr

1977
Katalognummer E 1115
Spielzeit 16'38" / 16'45"
Cover

Egon Klaedtke


Diese LP gibt trotz aller Bemühungen um abwechslungsreiche und hörspielähnliche Adaptionen der Geschichten einen plastischen Eindruck in die Zeit, als Häschenwitze eine wahre Landplage waren.

In den kurzen Szenen bemühen sich unter anderem Horst Beck, Andreas Beurmann, Volker Bogdan, Werner Cartano, Gernot Endemann, Hans Hessling, Peter Kirchberger, Heikedine Körting, Christian Mey, Renate Pichler, Horst Stark, Franz-Josef-Steffens, Andreas von der Meden und Hella von der Osten-Sacken. Die Antworten von Horst Beck und Hans Hessling wurden dabei aus anderen Hörspielen entnommen und hier wiederverwertet.

Häschen selbst wird überwiegend von Andreas von der Meden gesprochen, aber auch von Renate Pichler und Christian Mey.




Ärztewitze am laufenden Band
»Lachen Sie mal!«






Erscheinungsjahr

1978
Katalognummer 111 100.0
Spielzeit 15'45" / 15'30"
Cover

Egon Klaedtke


Das rückseitige Cover offenbart dem verzweifelten Hörer sofort, welche Herren einen für die nächsten 30 Minuten zwingen, an ihrem Stammtisch Platz zu nehmen: es sind dies Dr. Zangenmeister, Professor Bohrmann, Dr. Zipfel und cand. med. Liebetraut. Natürlich kommen zumeist Damen in die Sprechstunde der vier, über die dann ausführlich und in urchauvinistischer Art und Weise berichtet wird.

Leben eingehaucht wird den vier Gestalten von Joachim Wolff, Horst Stark, Gernot Endemann und Andreas von der Meden.




Nichts Neues aus Ostfriesland
Ostfriesenwitze am laufenden Band






Erscheinungsjahr

1978
Katalognummer 111 103.5
Spielzeit 16'14" / 16'17"
Cover

Egon Klaedtke


Kaum hatte Deutschland die Häschenwitze erleichtert hinter sich gelassen, schwappte eine neue Welle über das Land: die Ostfriesenwitze. Hier wurde nun lang und breit über die Dummheit der Ostfriesen gescherzt, und die vorliegende Aufnahme bietet ein recht typisches Abbild dieser Gattung. Nachdem sich der Verfasser im Rahmen der Arbeit an dieser Kolumne durch 19 Witzplatten gekämpft hat, fand er hier jedoch noch einen der besseren Witze:

Zwei Ostfriesen sitzen abends am Deich und schauen in den Sonnenuntergang. Da stößt der eine den anderen an und sagt: »Jaja, für sowas haben sie Geld, aber uns studieren lassen ... das können sie nicht.«

Als Erzähler fungiert hier Volker Lechtenbrink, die Musikeinlagen mit Lokalkolorit stammen unter anderem von Wolfgang Kubach, Andreas von der Meden und Rolf Jahncke.




Spitze Witze
Von Berlin bis Wien






Erscheinungsjahr

1979
Katalognummer 111 130.2
Spielzeit 19'16" / 19'14"
Cover

Egon Klaedtke


Genaugenommen müßte der Untertitel dieser Produktion »Aus Berlin und Wien« heißen, denn andere Städte werden hier nicht bedient. Die Kalauer sind alle bekannt oder zumindest voraussehbar, die Berliner sind frech und frivol, die Wiener dumm und langsam.

Einen Pluspunkt bietet die Aufnahme allerdings, denn trotz aller Plattitüden muß man dem einzigen Sprecher, Lothar Grützner, ein gewisses humoriges Talent attestieren. Im Vergleich zu vielen seiner Kollegen werden die Witze nicht nur runtergeleiert, und so hält sich diese Produktion wenigstens über der sonst überschrittenen Schmerzgrenze.




Witze für Jungen und Mädchen 1





Erscheinungsjahr

1977
Katalognummer 115 112.6
Spielzeit 14'25" / 14'25"
Cover

Egon Klaedtke


Egal wie man zu Witzplatten steht: diese Produktion ist eine pure Unverschämtheit. Daß Kinder gezwungen werden, Witze zu erzählen, ist die eine Sache. Aber ein guter Teil der Spielzeit wird für Gesangsversuche und verpatzte Szenen, die üblicherweise der Schere zum Opfer fallen, verbraucht. Ansonsten erwarten den Hörer altbekannte Zoten, eben dieses Mal nur von Kindern erzählt.

Unter den Kinderstimmen finden sich viele, die nur in den vorliegenden Witzproduktionen auftauchen. Herauszuhören sind wieder einmal die Neffen der Regisseurin, Nicolas und Alexander Körting, sowie Jan und Marlen Krause.

Fazit: Die wohl schlechteste Produktion unter der Regie Heikedine Körtings.




Witze für Jungen und Mädchen 2





Erscheinungsjahr

1977
Katalognummer 115 113.4
Spielzeit 15'50" / 15'45"
Cover

Egon Klaedtke


Der zweite Teil dieser bedenklichen Serie wartet mit ähnlichen alten Witzen auf wie die erste Folge, allerdings gibt es weniger Gesangseinlagen und sinnlose Blödeleien.

Das Kinderensemble hat allerdings Verstärkung bekommen. Neben den zwei Körtings und den beiden Krauses sind nun auch Stephan Chrzescinski und Jens Wawrczeck dabei - eine Tatsache, die das Vortragsniveau spürbar nach oben zieht.

Insoweit: besser als Teil 1, aber immer noch ein Fall für's Giftschränkchen.




Witze für Jungen und Mädchen 3





Erscheinungsjahr

1978
Katalognummer 115 118.5
Spielzeit 14'57" / 15'15"
Cover

Egon Klaedtke


Und da ist er: der dritte Teil, den niemand haben wollte. Die Witze kommen jetzt in etwas dichterer Folge und auch ein wenig professioneller. Ein hörbarer Fortschritt zu den ersten LPs.

Im Unterschied zu den beiden Folgen von 1977 gab's ein paar Sprecherwechsel. Neben ein paar unbekannten Stimmen sind dabei: Stephan Chrzescinski, Stefan Brönneke und Katja Pralle.

Im Zweifel gilt jedoch auch hier: Finger weg von dieser Produktion.




Witze für Jungen und Mädchen 4





Erscheinungsjahr

1978
Katalognummer 115 121.5
Spielzeit 15'18" / 15'15"
Cover

Egon Klaedtke


Im Westen nichts Neues - es geht weiter wie gewohnt, erfreulicherweise im wenigstens professionellen Stil von Teil 3.

Die Kinder haben wiederum Verstärkung erhalten: Oliver Rohrbeck, Madeleine Stolze, erneut Nicolas und Alexander Körting sowie Jan und Marlen Krause gesellen sich zu Stephan Chrzescinski und Stefan Brönneke.

Und mit diesem Teil endet dann auch die Quadrologie des Scherzterrors für Kinder. Vielen Dank, Gott des Vinyls!



Man mag sich bisweilen über die heutigen Comedians ärgern, die in immer größeren Scharen die Medien bevölkern. Und sicher sind auch dort viele Künstler darunter, die ihr Programm mit alten oder geklauten Witzen bestreiten. Aber eines muß man konstatieren: das Zeitalter der Witzplatte hat Deutschland fraglos hinter sich gelassen ... und das ist gut so!



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