E 272
Kasperle und Seppl

Hörspiel von Gerd von Haßler



Wie die Hexe den Zauberer verhext und der Kasper mit dem Hexenbesen zaubert


Kasperle bittet den Zauberer um einen Heiltrank für seine Frau Gretl, die so vom Husten geplagt ist, dass sie nicht mehr schlafen kann. Als der Zauberer eben die Medizin vom Saft der Kukurrukuzuwutz bereitet, entdeckt er einen Hasen im Raum. Es ist die böse Hexe, die neue Zauberkunststücke ausspionieren will. Als der Zauberer den Hasen wieder in die Hexe verwandeln will, springt dieser über den Tisch, verschüttet den kostbaren Saft der Kukurrukuzuwutz, hüpft auf den Fenstersims, verwandelt sich flugs in eine Eule und flattert davon.

Jetzt ist guter Rat teuer. Um Hustensaft für die Gretl herzustellen, müsste der Zauberer erst wieder in den Hexenwald, um die Kukurrukuzuwutz, die blaue Blume mit dem roten Stiel, zu suchen, aus der er den kostbaren Saft presst. Aber der Zauberer ist alt und schwach und traut sich den weiten Weg nicht mehr zu.

In seiner Not verspricht Kasperl, gemeinsam mit seinem Freund Seppl den Zauberer bis zur blauen Wiese im Hexenwald zu tragen.

Kaum angekommen taucht jedoch schon die Hexe auf, die den Zauberer hier erwartet hat, weil sie ja wusste, dass er den Saft der Kukurrukuzuwutz braucht. Kasperl und Seppl konnten sich noch verstecken, aber den Zauberer verzaubert die Hexe in einen Grashalm und will ihn erst wieder erlösen, wenn er ihr durch Nicken verspricht, ihr alle Zauberkünste beizubringen, die sie noch nicht kann. Er weigert sich durch Schütteln und sie geht, um eine Kuh zu holen, die den Grashalm fressen soll.

Kasperl und Seppl gehen ihr nach, um den Hexenbesen zu holen, mit dem man allen Zauber wegfegen kann. Aber die Hexe verzaubert den vorwitzigen Kasperle in eine Kuh und treibt ihn auf die blaue Wiese. Seppl findet jedoch den Besen und kann in letzter Sekunde den Zauber von Kasperle lösen, bevor er den Grashalm frisst. Jetzt prügelt Kasperle die Hexe mit ihrem eigenen Besen davon und erlöst den Zauberer. Der findet die Kukurrukuzuwutz und eilt - durch die Verwandlung verjüngt - mit Seppl und Kasperl wieder nach Hause, um den Hustensaft zu machen.




Die Personen
(in der Reihenfolge ihres Auftretens):

Kasperle Gerd von Haßler
der Zauberer Heinz Fabian
die Hexe Ingrid Ohlenschläger
Seppl Gerd von Haßler



Wie Kasperle und Seppel den Räuber fangen


Ausgerechnet am Geburtstag der Prinzessin wird bei Seppl eingebrochen und der große goldene Ring mit dem Brillanten, den der Seppl der Prinzessin am Abend schenken will, ist gestohlen. Das herumstrolchende Kasperle hat am frühen Morgen eine verdächtige Gestalt im Wald verschwinden sehen, und als die Aktionen des Polizisten ohne große Wirkung bleiben, nehmen Kasperl und Seppl ihn einfach mit in den Wald, um gemeinsam den Räuber zu suchen. Lange bleibt die Suche vergeblich. Räuber und Polizist begegnen zwar einmal einander, rennen aber beide erschrocken voreinander davon. Glücklicherweise aber trifft Kasperl bei der Suche seinen Freund den Igel, und als der mit allen Tieren des Waldes bei der Suche hilft, ist der Räuber bald gefunden. Kasperle hält ihn fest, und Seppl findet schließlich auch noch den Polizisten, der dann endlich den Räuber verhaftet. Nachdem sie den Ring bei ihm finden, können sie alle der Prinzessin etwas zum Geburtstag schenken: der Seppl seinen Ring, der Polizist einen gefangenen Räuber, und das Kasperle - ja, das druckst herum und muss eine Weile überlegen, bis ihm auf die Frage der Prinzessin, was er ihr denn schenke, etwas einfällt. Aber das ist dafür dann auch ein recht guter Einfall: er schenkt ihr - sich selber.




Die Personen
(in der Reihenfolge ihres Auftretens):

Kasperle Gerd von Haßler
der Räuber Jens Kiehn
Seppl Gerd von Haßler
der Schupo Heinz Fabian
die Prinzessin Ingrid Ohlenschläger
der Igel Gerd von Haßler
Kasperles Großmutter Hella v.d. Osten-Sacken



Regie: Gerd von Haßler





Künstlerische Gesamtleitung:
Andreas Beurmann