692
Freunde - Märchen und Erzählungen aus aller Welt

Produktionsdaten:


Erscheinungsjahr

1970
Katalognummer somerset 692
Spielzeit 21'14" / 17'27"
Label somerset (orange/schwarz)
Tonträgerformat LP
Cover

O. Bleeker


Seitenaufteilung:
1
Das Eichhörnchen 3'28"
Das Kind und der Wind 1'24"
Die Zigeunerin 6'50"
Die Teekanne 9'17"
2
Die Katzenfamilie 3'12"
Die sprechende Höhle 2'51"
Das Kind, das »Glory« hieß 2'09"
Was ich meiner Mutter verdanke 2'54"
Die Reise zum Mond 6'03"




Covergestaltung / Anmerkung:

Die LP geht inhaltlich wie hinsichtlich der Covergestaltung zurück auf das 1968 erschienene Buch »Freunde - Märchen, Fabeln und Erzählungen aus aller Welt«, welches zugunsten der UNICEF von Frauke und Erich Hofacker veröffentlicht wurde.


Frauke & Erich Hofacker - »Freunde -
Märchen, Fabeln und Erzählungen aus aller Welt«



Märchen- und Fabelbuch Gesellschaft
Erich Hofacker mbH, 1968

Aus diesem Buch wurden aus 55 Geschichten neun für diese Aufnahme ausgewählt. An Autoren wirkten unter anderem mit: Yehudi Menuhin, Joséphine Baker, Heinz Erhardt, Agatha Christie, Helge Rosvaenge, Erich Kästner und Marcel Marceau.





Musik:

»Freunde - Märchen und Geschichten aus aller Welt« wurde mit klassischer Musik von Edvard Grieg (1843-1907), Peter Tschaikowsky (1840-1893), Amilcare Ponchielli (1834-1886) und Léo Delibes (1836-1891) unterlegt. Zu finden sind die Aufnahmen auf folgenden LPs:


»Grieg - Peer Gynt, Suiten Nr. 1 & 2«



somerset 540
(Erstauflage)


E 401
(Neuauflage)

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Dirigent: Wilhelm Brückner-Rüggeberg


»Ballett-Welterfolge«



E 392
(Erstauflage)


ex 1212
(1. Neuauflage)


E 1212
(2. Neuauflage)

Bamberger Symphoniker
Dirigent: Horst Stein





Beginn des Märchens »Das Eichhörnchen«

Edvard Grieg: »Peer Gynt, Suite Nr. 1«,
»Morgenstimmung«



Beginn des Märchens »Das Kind und der Wind«

»Ballett-Welterfolge«, Peter Tschaikowsky:
»Schwanensee«, »Tanz der kleinen Schwäne«



Beginn des Märchens »Die Teekanne«

»Ballett-Welterfolge«, Peter Tschaikowsky:
»Nußknacker-Suite«, »Tanz der Rohrflöten«



»Die Teekanne«, Sprecher: »Er hörte nur das Sausen des Windes um sich herum.«

»Ballett-Welterfolge«, Peter Tschaikowsky:
»Nußknacker-Suite«, »Tanz der Rohrflöten«



Beginn des Märchens »Die sprechende Höhle«

»Ballett-Welterfolge«, Amilcare Ponchielli:
»La Gioconda«, »Tanz der Stunden«



Beginn der Erzählung »Das Kind, das »Glory« hieß«

»Ballett-Welterfolge«, Léo Delibes:
»Sylvia«, »Pizzicati«



Beginn der Erzählung »Was ich meiner Mutter verdanke«

»Ballett-Welterfolge«, Peter Tschaikowsky:
»Nußknacker-Suite«, »Blumenwalzer«



»Was ich meiner Mutter verdanke«, Sprecher: »Meine Mutter war mein Leben lang ein leuchtendes Beispiel für mich und hat in meinem Herzen die Verehrung, die Achtung, die Bewunderung und die große Liebe zur Frau geweckt.«

»Ballett-Welterfolge«, Peter Tschaikowsky:
»Nußknacker-Suite«, »Blumenwalzer«



Beginn der Erzählung »Die Reise zum Mond«

»Ballett-Welterfolge«, Léo Delibes:
»Coppélia«, »Czárdás«




Anmerkung I:

Auch wenn es sich bei dieser Produktion nicht um eine LP mit dem EUROPA-Label handelt, so bildet sie doch einen typischen Vertreter der Lesungen und Hörspiele aus dem Hause Miller International. Entgegen der Aufnahme von »Grimms Märchen« (somerset 588 / EUROPA E 238), gelesen von Hans Paetsch, erschien die vorliegende Produkton später nicht als EUROPA-LP.





Autor I - Suk-Ioong Yoon
(»Das Kind und der Wind«):

Suk-Ioong Yoon (1911-?) war ein koreanischer Kinderbuchautor, dessen Ziel es war, Kindern und Jugendlichen Koreas Tradition und Geschichte näherzubringen. Er erhielt mehrere Auszeichnungen für sein Werk und engagierte sich auch im Bereich der Kinder- und Mütterhilfswerke.





Autor II - Hubert von Meyerinck
(»Die Zigeunerin«):

Hubert von Meyerinck (1896-1971) war ein deutscher Schauspieler. Aufgewachsen in Posen diente er im 1. Weltkrieg, um danach seine Karriere als Bühnen- und Filmschauspieler zu beginnen. Aus seiner Homosexualität machte er keinen Hehl und gab bisweilen sogar seinen Rollen eine homoerotische Note. Auch seine Ablehnung gegenüber den Nazis tat er freimütig kund. Umso erstaunlicher, daß er auch im Dritten Reich ein vielbeschäftigter Filmschauspieler war. Zu seinen bekannteren Filmen zählen »Münchhausen« (mit Hans Albers in der Titelrolle), »Das Wirtshaus im Spessart«, »Eins, zwei, drei« sowie verschiedene Streifen aus der »Edgar-Wallace«-Reihe.





Autor III - Viktor de Kowa
(»Die Katzenfamilie«):

Der deutsche Schauspieler Viktor de Kowa (1904-1973) begann seine Bühnenkarriere 1922 und spielte dann auch in Stumm- und Tonfilmen. Im Dritten Reich wirkte er an Propagandafilmen mit, unter anderem bei der Produktion »Kopf hoch, Johannes!« (1941), die bis heute nicht frei aufgeführt werden darf. Nach Ende des 2. Weltkrieges engagierte sich de Kowa hingegen in der Friedensbewegung.





Autorin IV - Gloria Swanson
(»Das Kind, das »Glory« hieß«):

Gloria Swanson (1899-1983) war eine berühmte Schauspielerin der Stummfilmzeit. Mit Hilfe aufwändiger Filmkostüme avancierte sie zur Stilikone der 1920'er Jahre. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend brachte sie es auf eine Gage von über 20.000 Dollar pro Woche. Bereits mit Aufkommen des Tonfilms zog sich Gloria Swanson langsam aus dem Filmgeschäft zurück. Ein Comeback feierte sie nocheinmal mit dem Film »Boulevard der Dämmerung« (1950) unter der Regie von Billy Wilder.





Autor V - Robert Stolz
(»Was ich meiner Mutter verdanke«):

Der Österreicher Robert Stolz (1880-1975) bekam die Liebe zur Musik durch seine beiden Eltern in die Wiege gelegt. So studierte er Musik und arbeitete als Dirigent und Komponist. Während des Dritten Reiches versteckte er Verfolgte und mußte schließlich auf Grund seiner ablehnenden Haltung den Nazis gegenüber in die USA emigrieren, von wo er 1946 nach Österreich zurückkehrte. Berühmt wurde er in erster Linie durch die von ihm komponierten Operetten und Schlager (»Adieu, mein kleiner Gardeoffizier«).





Autor VI - Wernher von Braun
(»Die Reise zum Mond«):

Schon in der Schulzeit interessierte sich Wernher von Braun (1912-1977) für Astrologie und das Thema Raumfahrt. Nach einem vorzeitig abgelegten Abitur studierte er Ingenieurswissenschaften in Berlin und nahm danach seine Arbeit beim Heereswaffenamt auf. Im Dritten Reich entwickelte er Angriffswaffen für die Nazis (»V2«). Nach dem 2. Weltkrieg übersiedelte er in die USA, um dort weiter an diversen Raketenprogrammen mitzuarbeten. Seine Tätigkeit im Dritten Reich blieb nicht unumstritten.



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