E 2127
Das bunte Weinachtsmärchen-Album

Produktionsdaten:


Erscheinungsjahr

1976
1. Katalognummer E 2127
2. Katalognummer 115 091.0
Spielzeit 23'11" / 23'09"
Label Erstausgabe JUGEND (weiß/rot)
Tonträgerformat LP / MC
Cover

Helga Kophal


Seitenaufteilung:
1
Frau Holle 10'58"
Der Tannenbaum 12'11"
2
Die Schneekönigin 23'09"




Personalia:

Dagmar Kottkamp wirkte auch unter dem Namen Dagmar Dorsten in EUROPA-Hörspielen mit.





Musik:
Frau Holle

In diesem Märchen wurde Musik von Nikolai Rimsky-Korsakow (1844-1908), Peter Tschaikowsky (1840-1893), volkstümliche Musik sowie Spieluhrenmusik verwendet, die auf den LPs


»Rimsky-Korsakow - Scheherazade«



somerset 528

Norddeutsches Symphonie-Orchester Hamburg
Dirigent: Wilhelm Schüchter


»Tschaikowsky - Romeo und Julia, Ouvertüre /
Hamlet, Ouvertüre«



somerset 530

London Philharmonic Orchestra
Dirigent: Sir Adrian Boult


»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte Kinderlieder«



E 263

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


»Geräusche in Stereo (3)«



E 1047

zu finden ist:




Beginn des Märchens

Nikolai Rimsky-Korsakow: »Scheherazade«, 2. Satz



Erzähler: »Als es aber die Augen wieder aufschlug, blickte es voller Staunen umher und sagte bei sich:«

Peter Tschaikowsky: »Hamlet, Ouvertüre«



Erzähler: »Da nahm es einen und ging weiter.«

Peter Tschaikowsky: »Hamlet, Ouvertüre«



Goldmarie: »So will ich gern bei euch bleiben und alles ordentlich tun, daß ihr zufrieden mit mir seid.«

»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte
Kinderlieder«, »Es schneiet, es beiet«



Erzähler: »Gleich am nächsten Morgen schüttelte das Mädchen die Betten ganz gewaltig und dachte bei sich:«

»Geräusche in Stereo (3)«, »Deutsche Spieluhr«


Der Tannenbaum

In diesem Märchen ist keine Musik enthalten, lediglich einige Synthesizereffekte (an den Tasten sehr wahrscheinlich wieder einmal Dr. Beurmann) wurden eingesetzt.



Die Schneekönigin

Dieses Märchen wurde neben wohl hausgemachter Hörspieluntermalung und Hörspielmusik von Chris J. Evans (Christopher Evans-Ironside) mit volkstümlicher Musik unterlegt, die auf der LP


»Ri-ra-rutsch«



E 223

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


zu finden ist:




Erzähler: »Die Schneekönigin«

»Eine kleine Geige möcht' ich haben«
(dort: Vokalversion)



Kay: »Ich werde sie auf den Ofen setzen, und dann schmilzt sie.«

»Als unser Mops ein Möpschen war«
(dort: Vokalversion)



Erzähler: »Aus dem weißen Lilienblatt blinzelte die Prinzessin.«

»Vöglein im hohen Baum« (dort: Vokalversion)



Erzähler: »Das kleine Räubermädchen legte einen Arm um Gerdas Hals und schlief sofort ein.«

»Vöglein im hohen Baum« (dort: Vokalversion)



das Rentier Bä: »Dort springt man frei umher, und es gibt immer Schnee und Eis.«

»Vöglein im hohen Baum« (dort: Vokalversion)



Gerda: »Wenn ich doch bald Kay finden würde.«

»Ward' ein Blümchen mir geschenket«
(dort: Vokalversion)



Erzähler: »Gebt Acht, daß nicht einer davon euch ins Auge gerät ... oder gar ins Herz.«

»Eine kleine Geige möcht' ich haben«
(dort: Vokalversion)




Veröffentlichung:

»Frau Holle« erschien erstmals 1967 gemeinsam mit »Das Lumpengesindel« als weitere Geschichte von E 213, »Rapunzel«.

NEU
Hinzu kam in der vorliegenden Fassung eine Zwischenmusik nach Goldmaries Satz »So will ich gern bei euch bleiben und alles ordentlich tun, daß ihr zufrieden mit mir seid.« Hier hatte sich bei der ursprünglichen Ausgabe der Seitenwechsel befunden.

NEU
Gekürzt hingegen wurde der Hahnenschrei beim Eintreffen der Pechmarie.

NEU
Auch der Schlußton am Ende des Märchens (Maultrommel) entfiel.


»Der Tannenbaum« erschien zum ersten Mal 1971 als eine Geschichte von E 2013 »Die große Weihnachts-Märchenplatte« (weitere Märchen: »Hänsel und Gretel« und »Frau Holle«). Zwei Passagen wurden gekürzt:

NEU
Erzähler: »Das mochte der Baum gar nicht hören. Im folgenden Jahr war er schon bedeutend größer, und das Jahr darauf war er noch länger

NEU
der Tannenbaum: »Wäre ich doch erst in der warmen Stube mit aller Pracht und Herrlichkeit. Oh, ich leide. Ich sehne mich.«


»Die Schneekönigin« erschien bereits 1971 als eigenständige LP unter der Nummer E 250.

NEU
Um das circa 30 Minuten dauernde Hörspiel der Laufzeit der ersten LP-Seite anzupassen, wurde Kürzungen - zumeist durch Wegfall einzelner Sätze und Musikeinsätze - vorgenommen. Die Rollen der beiden Räuber, welche den nahenden Schlitten beobachten, entfielen. Andererseits wurden auch Text, Musik, Geräusche und Pausen ergänzt. In der ersten Szene mit dem Räubermädchen erhielt dieses weiteren Text, den Hella von der Osten-Sacken einsprach. Bärbel Schmitt, welche die Kernsätze der Produktion von 1971 übernommen hatte, stand als Darstellerin des Räubermädchens nicht mehr zur Verfügung. Auch stellvertretend für Reinhilt Schneider schluchzte Hella von der Osten-Sacken ein paarmal in der Szene, als Kay sich über die weinende Gerda lustig macht. Ursprünglich hörte man Gerda hier nicht weinen.





weitere Produktionen:

Einen Vorläufer dieser "Weihnachts-LP" stellt E 2013, »Die große Weihnachts-Märchenplatte«, dar, welche die Märchen »Hänsel und Gretel«, »Der Tannenbaum« und »Frau Holle« vereint.





Autor I - Die Gebrüder Grimm
(»Frau Holle«):

Die Brüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm haben sich um viele Forschungen in der deutschen Sprache und Literatur verdient gemacht. Eine ihrer ersten Arbeiten stellt dabei die Sammlung »Kinder- und Hausmärchen« dar. Dabei wurden die enthaltenen Geschichten nicht von den Brüdern erfunden, sondern zusammengetragen und bearbeitet. Band I erschien im Jahre 1812, Band II drei Jahre später. Beide Bände wurden 1819 neu herausgegeben, da viele Passagen als zu erotisch empfunden wurden. Auch wurden nun christliche Motive in die Märchen eingearbeitet. 1825 erschienen ausgewählte Geschichten der einzelnen Bände in einem gemeinsamen Buch, welches die Popularität der Gebrüder Grimm begründete. Ständige Überarbeitungen in den nächsten Auflagen folgten, auch wurden Märchen ausgetauscht. Anekdote am Rande: Nur ein kleinerer Teil der Geschichten beginnt mit der scheinbar so typischen Einleitung »Es war einmal ... «.





Autor II - Hans Christian Andersen
(»Der Tannenbaum«, »Die Schneekönigin«):

Der dänische Dichter Hans Christian Andersen (1805-1875) wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Gleichwohl zeigte er früh Interesse für Literatur und die Bühne. Aus seiner Feder stammen weit über 150 Kunstmärchen, in denen er teilweise Sagen aus verschiedenen Ländern aufgriff und um diese herum eine eigene Handlung entwarf. Diese Märchen erschienen vornehmlich in den 1830'er und 1840'er Jahren. Andersen war bereits zu Lebzeiten ein weltweit anerkannter Autor. Das über die Märchen hinausgehende literarische Werk ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Bekannte Märchen Andersens sind unter anderem:

»Das Feuerzeug«
»Der kleine Klaus und der große Klaus«
»Die Prinzessin auf der Erbse«
»Däumelinchen«
»Die kleine Seejungfrau«
»Des Kaisers neue Kleider«
»Der standhafte Zinnsoldat«
»Die wilden Schwäne«
»Der fliegende Koffer«
»Der Schweinehirt«
»Die chinesische Nachtigall«
»Das Liebespaar«
»Das häßliche junge Entlein«
• »Der Tannenbaum«
• »Die Schneekönigin«
»Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen«
»Tölpelhans«
»Der Schneemann«
»Der Schmetterling«



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